Frauen und Männern werden in der Gesellschaft verschiedene Rollen mit unterschiedlichen Eigenschaften und Aufgaben zugeschrieben. Vieles davon sind Stereotypisierungen, Vermutungen, Vorurteile und Traditionen. Sie sind aber keine Grundlage für konstruktive, lösungsorientierte Politik und zielgerichtetes, effizientes Verwaltungshandeln.

Gerade für die Wirkungsorientierung, die die Frage stellt, wie das Verhältnis zwischen eingesetzten Mitteln und erzielter Wirkung ist, sind Zahlen, Daten und Fakten eine unerlässliche Voraussetzung. Sie bilden die Grundlage für die Festlegung von Zielen, Maßnahmen und vor allem von Indikatoren, die die Wirkungen erst messbar machen.

Um die kontinuierliche geschlechterdifferenzierte Datenerhebung und Datenauswertung in Österreich weiter voranzutreiben wird jährlich der „Gender Index“ zur Verfügung gestellt. Er gibt einen Überblick über geschlechtsspezifisch aufgeschlüsselte Daten in wesentlichen Bereichen wie Bildung, Einkommen und Erwerbstätigkeit und beleuchtet das Geschlechterverhältnis aus unterschiedlichen Perspektiven. Einerseits werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Lebensrealitäten von Frauen und Männern aufgezeigt. Andererseits werden unterschiedliche Situationen von Frauen – wie beispielsweise von Alleinerzieherinnen, Pensionistinnen oder Frauen in Führungspositionen – sichtbar gemacht.

Der Gender Index beleuchtet auch das Thema Gewalt gegen Frauen und stellt Prävalenzen und Auswertungen vorhandener Daten dar:

Gender Index 2018