Im Rahmen von Prävalenzstudien wird ein repräsentativer Teil der Bevölkerung zu bestimmen Fragen interviewt. Prävalenzstudien zur Erfassung von Gewalt gegen Frauen umfassen regelmäßig Fragen zu Art, Ort, Schweregrad und Häufigkeit von Gewalterfahrungen sowie Fragen zur gewaltausübenden Person und in Anspruch genommener Hilfe.

Sie sind deshalb von besonderer Bedeutung, weil viele Gewalthandlungen nie zur Anzeige kommen, in den offiziellen Statistiken daher auch nicht aufscheinen. Sie geben ein Bild vom wahren Ausmaß der Gewaltbetroffenheit und den Unterschieden zwischen Gewalt gegen Frauen und Männern.

Die Ergebnisse einer Prävalenzstudie hängen sehr wesentlich von der Auswahl der befragten Gruppe, Genauigkeit der Fragestellung sowie Technik und Sensibilität der Interviewführung ab. Ergebnisse von unterschiedlichen Prävalenzstudien sind daher nicht immer einfach zu vergleichen. Im Bereich Gewalt gegen Frauen ergeben sie in wesentlichen Grundfragen dennoch ein deckungsgleiches grobes Bild.

Für Österreich sind derzeit diese Prävalenzstudien von besonderer Relevanz:

Gewalt im sozialen Nahraum, 2011

Violence against women: EU-wide Survey, 2014